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F-104A/G Starfighter

US Navy & „Rosso Ferrari“

von Thomas Brückelt (1:144 verschiedene Hersteller)

F-104A/G Starfighter

Der Bau der beiden Starfighter in 1:144 war eine modellbauerische Reise in meine Kindheit. Den Bausatz baute ich vor über 30 Jahren dreimal, er kam damals von Revell.

Den italienischen Ferrari-Starfighter (F-104G, Sonderlackierung aus dem Jahr 1989) wollte ich in meiner Sammlung haben, der Airfix-Bausatz ist nur noch schwer zu bekommen.

Bau der Ferrari 1
Bau der Ferrari 1

Leider waren die Formen, als Airfix den Kit vertrieb, leider wohl ziemlich verschlissen und es wurde offensichtlich recht lieblos daran herumgewerkelt. Der Rumpfrücken ist flach, die Nozzle ist auf der falschen Seite geschlossen (wurde von mir aufgefräst) und Passgenauigkeit ist nur spärlich vorhanden.

Bau der Ferrari 2
Bau der Ferrari 2

Das rote Geschoss sollte fliegend präsentiert werden, daher nahm eine Figur von Heroes Models  im Cockpit Platz und ein Polystyrol-Klotz wurde eingeklebt, um später den Draht des Displays einzuschieben.

Bau der Ferrari 3
Bau der Ferrari 3

Nachdem ich die Rumpfhälften zusammengeklebt hatte, zog ich den Rumpfrücken in die Höhe und schliff ihn in seine runde Form. Den Steg, der sich über den Rumpfrücken zieht, fertigte ich aus einem gezogenen Gießast an. Auch das Pitot-Rohr und den Fanghaken zog ich bei den beiden Modellen aus Gießästen. Beide Modelle erhielten eine Instrumentenbrettabdeckung samt angedeutetem Zielgerät, diese ist im Bausatz einfach nur flach.

F-104A/G StarfighterF-104A/G StarfighterF-104A/G Starfighter
F-104A/G StarfighterF-104A/G Starfighter

F-104A/G Starfighter

 

Die interessante Navy-´104 musste natürlich auch in meiner Sammlung landen. Die US Navy betrieb  Ende der 1950er bis Anfang der 1960er drei Starfighter (zweimal F-104A und einmal YF-104), um Tests mit Sidewinder-Raketen durchzuführen.

Die Formen wurden offensichtlich nochmal gründlich überarbeitet, denn an der Passgenauigkeit und der Formgebung beim neueren Kit aus der Minicraft-Schachtel gibt es nichts auszusetzen.

Bau der Navy Maschine
Bau der Navy Maschine

Da der Bausatz eine F-104G darstellt, muss das Heck verkürzt werden. Zwar wird in der Anleitung darauf hingewiesen, leider stimmt die Vorgabe nicht, wie das Leitwerk zu kürzen ist. Man muss deutlich mehr abtrennen, das betrifft auch den Ansatz des Rumpfes oberhalb der Schubdüse und eben nicht nur das Seitenleitwerk. Um eine korrekte „A“ nachzubilden, druckte ich mir eine entsprechend skalierte Seitenansicht aus und verwendete diese als Schablone. Das Seitenruder gravierte ich ein. Weshalb man als alternative Bemalungsvariante (USAF) noch eine „A“ seitens Minicraft vorschlägt, muss man jetzt nicht unbedingt verstehen, hier hätte man dem Modellbauer den Umbau ersparen können, indem man eine „G“ vorschlägt...

F-104A/G Starfighter

Ich entdeckte ein Bild der 60757 und sah, dass die Mündung der Kanone – wie bei den Aufklärern und Doppelsitzern – geschlossen war. Das bewerkstelligte ich mit einem Stück gezogenem Gießast und etwas Spachtelmasse.

F-104A/G Starfighter

F-104A/G Starfighter

Der Bausatz sieht keine Sidewinder an den Wingtips vor. Nach einem Originalfoto und auch wegen dem Zweck, den der Starfighter bei der Navy erfüllte, wollte ich zwei der vier beiliegenden Sidewinder an den Flächenenden anbringen. Aus den beiligenden Pylonen der Unterflügelstationen fertigte ich die Startschienen an.

F-104A/G Starfighter

F-104A/G Starfighter

Lackiert habe ich beide Modelle mit dem Pinsel und Farben von Humbrol und Revell (Email). Die Decals beider Kits lassen sich gut verarbeiten. Leider ist der weiße Grund beim Ferrari-Starfighter leicht versetzt gedruckt, so musste ich einige Decals mit einem dünnen Pinsel nachziehen. Aus dem Airfix-Starfighter lässt sich auch eine spanische Maschine machen. Seltsamerweise enthält der Bausatz keine Bemalungsanleitung, obwohl die Decals numeriert sind. Auch ein PDF zu dem Bausatz, das ich im Internet fand, zeigte nicht mehr als die reine Bauanleitung auf... Im Fall der Ferrari-Sonderlackierung ist das kein Problem, da sich hilfreiche Fotos online finden.

„Rosso Ferrari“ erhielt einen glänzenden Klarlacküberzug, die F-104A wurde mit seidenmattem Klarlack versiegelt, beides mit Sprühlacken von Mr. Hobby.

F-104A/G Starfighter

F-104A/G Starfighter

Thomas Brückelt ,
acroairwolf.beepworld.de

Publiziert am 29. Juni 2020

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