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Heinkel He 112 B-0

Exotischer Vaku-Oldie

von Thomas Brückelt (1:72 RarePlane)

Heinkel He 112 B-0

Schon vor einigen Jahren zeigte mir mein Modellbauhändler, Günter Maurer in Holzgerlingen, den Vaku-Bausatz der He-112B-0 von RAREplanes. Ich fand die Herausforderung ein Vaku-Modell zu bauen ganz interessant und schlug zu. Dennoch lag der Bausatz einige Zeit herum, bis es mich nun packte und ich ihn nun endlich gebaut habe.

Heinkel He 112 B-0

Um beim Heraustrennen der Teile nicht versehentlich das Material zu beschädigen, habe ich zunächst 5-Minuten-Epoxydharz aufgetragen, beziehungsweise die filigraneren Strukturen damit gefüllt. So ließ ich den Bausatz erst einmal drei Tage liegen, damit das Harz gut aushärtet und man es vernünftig schleifen kann.

Nach dem Heraustrennen und Verschleifen der Teile konnte ich meine Harz-Verstärkung wieder abziehen.

Auf den Innenseiten in den Bereichen der Lufteinlässe und der MG-Mündungen setzte ich kleine, angepasste PS-Klötzchen ein, damit ich später die Öffnungen anbohren konnte, ohne gleich wirklich ein Loch im Rumpf zu haben. Zudem setzte ich noch aus gezogenen Gießästen hergestellte Auspuffrohre ein.

Heinkel He 112 B-0

Im Cockpit ergänzte ich den Steuerknüppel, Ruderpedale und fertigte das Visier an. Der Sitz musste noch etwas in Form gebracht werden. Damit er entformt werden konnte, fiel er sehr voluminös aus. Hier behielt ich meine „Harzfüllung" bei und arbeitete die Sitzfläche und die Rückenlehne mit dem Fräser heraus.

Um mir die Positionierung der Rumpfhälften etwas zu erleichtern, setze ich mir noch ganz vorne und im Bereich des Höhenleitwerks zurecht geschliffene Füllstückchen ein. So war das Zusammensetzen der Teile kein Problem.

Heinkel He 112 B-0

Bevor ich die Hälften der Tragflächen verklebte, stellte ich noch eine Struktur in den Fahrwerksschächten mit gezogenen Gießästen dar. Ein Holm (im Bausatz enthalten) stellt sicher, dass die Tragflächendicke gleichmäßig ausfällt.

Die Fahrwerksbeine entnahm ich meinem Fundus, genauso die Räder. Den Fahrwerksklappen verpasste ich ebenfalls noch etwas Struktur mit gezogenen Gießästen. Das Spornrad stammt noch aus dem Vaku-Bausatz, es ist direkt am Rumpf angeformt. Auch hier hat sich die „Harzfüllung" als effektiv herausgestellt. Gerne hätte ich hier ein Spritzgussteil verwendet, hatte aber nichts Passendes in meinem Ersatzteillager.

Heinkel He 112 B-0

Vor dem Anbringen der Haube klebte ich den Antennenmast an. Vorsichtig bohrte ich den Durchgang dafür in die Haube, die ich mit 5-Minuten-Epoxydharz aufklebte.

Ein wenig Spachtel- und Schleifarbeit fiel noch an, dann ging es auch schon an die Lackierung.

Ich entschied mich für die Darstellung einer He-112B-0 der Legion Condor. Die schnittige Form der He-112 gefällt mir so gut, dass ich sie nicht durch einen fleckigen Tarnanstrich stören wollte. Im Internet stieß ich auf die farbigen Ansichten der 5+54 von RS models, diesen Anstrich wollte ich auf mein Modell übertragen.

Heinkel He 112 B-0

Lackiert habe ich das Modell mit dem Pinsel, mit Revellfarben. Um den recht schlichten Anstrich etwas aufzulockern, nutze ich Wattestäbchen, um Schmauch- und Abgasspuren aufzutragen.

Dem RAREplanes-Bausatz liegen keine Decals bei, so druckte ich sie mir selbst auf Folie von ACT. Leider ging das Ganze etwas in die Hose, so musste ich fast Alles mit dem Pinsel nachziehen...

Heinkel He 112 B-0

Auf jeden Fall haben mir der Bau und das Erfolgserlebnis, das mir das fertige Modell bescherte, mehr Appetit auf Vaku-Modellbau gemacht. Immerhin findet man einige Exoten, von denen es bisher noch keine Spritzguss-Bausätze gibt. Ich denke, dass jeder Modellbauer mit etwas Erfahrung sich an einen Vaku-Kit herantrauen kann. Trotz des Mehraufwands beim Heraustrennen und Anpassen der Teile ging der Bau sehr zügig voran. Man kann nur dazulernen - und: Der Weg ist das Ziel in unserem Hobby!

Heinkel He 112 B-0

Thomas Brückelt,
acroairwolf.beepworld.de

Publiziert am 22. Mai 2014

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Thomas Brückelt
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