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M7 HMC „Priest“

(Revell - Nr. 03216)

Revell - M7 HMC „Priest“

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Katalog Nummer:03216 - M7 HMC „Priest“
Maßstab:1:76
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2016
Preis:ca. 7,50 €
Inhalt:
  • 2 Spritzlinge in Grau
  • Weichplastikkette
  • Decalbogen
  • Bauanleitung    

Besprechung:

Zum Vorbild

1941 benötigte die US-Armee ein geländegängiges leichtes Artilleriefahrzeug. Dafür nutzte man das Fahrzeuggestell des M3 Lee bzw. Grant. Bewaffnet sollte das Fahrzeug mit dem 105 mm Geschütz werden. Dadurch konnte man die Priest auch zur Panzerabwehr verwenden, was nur wenige Artilleriefahrzeuge konnten, denn die Munition bestand häufig nur aus Spreng- und Splittergranaten gegen Infanterie, doch für die 105 mm Kanone stand auch panzerbrechende Munition zur Verfügung. Rechts neben der Kanone wurde eine Kanzel, welche an die Predigerkanzel in einer Kirche erinnert, mit einen Browning MG eingebaut. Daher kommt auch der Spitzname „Priest“. Das Fahrzeug wurde nicht nur bei der US-Armee, sondern auch bei der britischen Armee verwendet.     (Quelle: Wikipedia)  

Revell - M7 HMC „Priest“

Der Bausatz

Wie alle Revell 1:76 Modelle, handelt es sich bei M7 HMC „Priest“ um eine Wiederauflage eines Machtboxbausatzes. Das Modell kam 2016 parallel mit dem deutschen Gegenstück, der Panzerhaubitze Wespe, im neuen Design von Revell wieder auf den Markt.

Revell - M7 HMC „Priest“

Wie auch bei der Wespe fallen einen beim Öffnen des Kartons zwei graue Spritzlinge in die Hand, sowie die typischen Gummiketten. Insgesamt sind 116 Teile zu verbauen. Die Teile sind alle sauber gegossen und frei von Flash.   

Revell - M7 HMC „Priest“

Der Rumpf des Modells besteht aus mehreren Teilen. Diese sehen auf den ersten Blick doch sehr detailliert aus und machen eine gute Figur. Nieten, Scharniere und auch das angegossene Werkzeug sehen sehr gut aus. Andere Stellen des Fahrzeugs sind dagegen recht schwach wiedergegeben. Die Laufrollen machen eine gute Figur, doch sind an jedem der Räder vier recht große Angüsse dran. Allgemein sind die Angüsse oft sehr groß und erfahrungsgemäß sind die Teile recht brüchig.

Revell - M7 HMC „Priest“

Der Innenraum des Fahrzeugs ist verhältnismäßig gut detailliert und viele kleine Teile schmücken das Fahrzeug. So ist z.B. ein Fahrerplatz, das MG sowie Munition für die Kanone gut nachgebildet. Das Hauptgeschütz besteht aus 13 Teilen. Allerdings sollte man die Mündung aufbohren. Auch die kleinen Unterschiede zwischen amerikanischer und englischer Version sind gut ausgearbeitet.

Revell - M7 HMC „Priest“

Als Zubehör sind drei Besatzungsmitglieder und eine Dioramaplatte dem Bausatz beigegeben. Die Figuren sehen recht gut aus und stellen drei Amerikaner dar. Die Dioramenplatte zeigt vermutlich aufgewühlte Erde, samt einigem Schrott bzw. Trümmerteilen, wie z.B. Holzbalken. Die Priest ist eine schöne Wiederauflage von Revell, wie immer bin ich von den Zugaben begeistert und man kann wirklich viel dabei rausholen.

Decals und Bemalung

Revell - M7 HMC „Priest“

Die Decals wurden in Italien bei Hobbico gedruckt und sind sauber hergestellt. Die Decals für beide Versionen sind durch eine Linie voneinander getrennt. Die amerikanische Version zeigt ein Fahrzeug der 5th US Army, welches am Mount Camino 1943 in Italien eingesetzt wurde, hier tobte zwischen dem 3. und 9. Dezember die Schlacht um den Monte la Difensa. Das Fahrzeug ist im typischen Oliv der Amerikaner gehalten. Die britische Version ist in Panzergrau und Braun gehalten und zeigt ein Fahrzeug des 12th HAC Regiment bei der Schlacht von Monte Cassino im Mai 1944.

Die Bauanleitung

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M7 HMC „Priest“

 

Die Bauanleitung besteht aus 12 Seiten. Wie bei Revell seit einigen Jahren üblich, ist die Bauanleitung farbig gedruckt. Die einzelnen Bauschritte sind sehr übersichtlich und man kommt in 22 Schritten ans Ziel. Die Schritte 23. und 24. beinhalten dann die Bemalungshinweise.

Darstellbare Fahrzeuge:
  • 5th US Army, Mount Camino, Italien 6. Dezember 1943

  • Britische Armee, 12th HAC Regiment (R.H.A.) Cassino Plain, 16. Mai 1944

Stärken:
  • Preis-Leistung
  • Dioramaplatte und Figuren
  • Ausreichend Details vorhanden
  • Anfängerfreundlich
  • Versionsunterschiede herausgearbeitet 
Schwächen:
  • Teilweise vereinfacht dargestellt
  • Kanonenmündung geschlossen
  • Gummiketten 
Anwendung:

besonders für Anfänger geeignet 

Fazit:

Die Priest ist wieder eine sehr gelungene Wiederauflage und bildet das passende Gegenstück zur Wespe. Die Besatzungsfiguren wirken sehr gut und bringen deutlich Leben in das Szenario. Durch die Dioramenplatte hat man viele Möglichkeiten, das Fahrzeug darzustellen und aufzuwerten. Natürlich sind neuere Modelle in 1:72 detaillierter, aber für Nostalgiker, Anfänger und Leute, die bei den ganzen teilweise überkonstruierten Bausätzen etwas Abwechslung wollen, ist der Bausatz absolut empfehlenswert.

Diese Besprechung stammt von Andy Hartung - 03. April 2019

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