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PzKpfw II Ausf. F

(Revell - Nr. 03229)

Revell - PzKpfw II Ausf. F

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Katalog Nummer:03229 - PzKpfw II Ausf. F
Maßstab:1:76
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2008
Preis:ca. 8 €
Inhalt:
  • 2 Spritzlinge in Beige
  • Gummiketten
  • Decalbogen
  • Bauanleitung    

Besprechung:

Zum Vorbild

Der leichte Panzer II wurde Mitte der 1930er Jahre von MAN entwickelt. Eigentlich diente der Panzer lediglich als Übergangslösung und Trainingsfahrzeug. Doch die Verzögerungen bei der Produktion der Panzer III und IV führten dazu, dass der Panzer II zu Beginn des Kriegs das Rückgrat der Panzertruppe bildete. Als bereits die Panzer III und IV in der Entwicklung waren und man bemerkte, dass diese sich verzögern würde, entschloss sich das Heereswaffenamt dazu, im Juli 1934 ein schnell zu fertigendes Kampffahrzeug mit 10 Tonnen Gewicht im Auftrag zugeben. Zu den Bewerbern gehörte neben MAN auch Krupp und Henschel. Aufgrund des Versailler Vertrags erhielt das Fahrzeug zunächst die Tarnbezeichnung „Landwirtschaftlicher Schlepper 100 (LaS 100)“ Nach drei Jahren Entwicklungszeit begann 1937 die Serienproduktion. Diese wurde in verschiedenen Ausführungen (A bis L) bis 1942 fortgeführt. Durch ständige Verbessrungen konnte man einige Erfolge in Polen und Frankreich erzielen. Seit der Jahreswende 1940/1941 wurde der Panzer II dann als Aufklärungspanzer geführt.

Revell - PzKpfw II Ausf. F

Ab März 1941 verstärkte man die Frontpanzerung auf 35 mm und die Seitenpanzerung auf 30 mm. Mit seinen 9,5 Tonnen Gewicht brachte es der Panzer auf bis zu 40 km/h. Angetrieben wurde das Fahrzeug von einem Maybach HL 62 TRM-Sechszylinder-Motor mit 140 PS. Er war mit einem MG 34 und eine 2-cm-Kwk 30 L/55 bewaffnet. Obwohl der Panzer hoffnungslos veraltet war, fand er noch seinen Platz in den Panzerdivisionen, da er schnell und günstig zu bauen war. Bis 1942 liefen 525 Panzer II Ausf. F vom Band.

(Quelle: Wikipedia, Anleitung) 

Revell - PzKpfw II Ausf. F

Der Bausatz

Wenn man den Karton öffnet, findet man zwei beigefarbene Spritzlinge vor. Mit dem Set soll sich ein Panzer II der Auf. F mit zwei in Gefechtsposen befindlichen Infanteristen des Deutschen Afrikakorps bauen lassen. Abgerundet wird das Ganze durch eine kleine Dioramaplatte, welche eine afrikanische Hausruine zeigt.

Auf dem ersten Spritzling befinden sich die Teile für den Panzer selber. So haben wir die Teile für die Wanne, dem Turm samt Bewaffnung und Luken. Auch kleinere Teile wie Auspuff und Scheinwerfer befinden sich hier. Die Details sind wirklich gut und Fischhäute sind gar nicht zu sehen, ebensowenig Auswerfmarken. Auch die Teile für die Hausruine findet man hier, welche sehr schöne Oberflächendetails, sowie ein Loch in der Mauer aufweist. 

Revell - PzKpfw II Ausf. F

Der zweite Spritzling enthält hauptsächlich die Laufollen und Treibräder des Kettenlaufwerks, dazu sind einige Staukästen und die 2-cm-Kwk zu finden. Der Rest des Spritzlings wurde mit den beiden Soldaten bestückt. Diese wirken recht authentisch, mit ihnen lässt sich eine schöne Häuserkampf-Szene in einem nordafrikanischen Dorf darstellen. Ein Soldat ist mit einer MP40 und der andere mit einer Stielhandgranate bewaffnet. Als letztes und größtes Teil des Bausatzes liegt die eigentliche Dioramaplatte bei. Hier sind neben Trümmern vom Gebäude auch die Kettenspuren vom Panzer nachgebildet. Die Gummiketten sehen soweit ganz in Ordnung aus. Allerdings werden diese sich nur mit Mühe verarbeiten lassen.

Revell - PzKpfw II Ausf. F

An den Teilen gibt es vom optischen her wirklich nichts auszusetzen. Die Detaillierung ist völlig ausreichend, in meinen Augen sogar recht gut für eine 40 Jahre alte Bausatzform. Auch die darzustellende Szene ist schön gemacht. Am schwierigsten wird wohl das Heraustrennen der Laufrollen werden. Möglicherweise könnten einige Teile leicht zerbrechen, das wird sich aber erst beim Bau zeigen.

Revell - PzKpfw II Ausf. F

Decals und Bemalung

Die Decals wurden in Italien gedruckt. Leider haben die schwarzen Kennzahlen und die schwarzen Balkenkreuze einen leichten Versatz, wen dies stört, kann aber auf die anderen Decals zurückgreifen. Beide Versionen stellen Fahrzeuge in Nordafrika dar. Das panzergraue Fahrzeug auf dem Karton gehörte zum Panzerregiment 5, der 5. Leichten Division des DAK. Dieser muss kurz nach der Ankunft in Tripolis im Frühjahr 1941 so ausgesehen haben, denn der Panzer hat noch nicht die typische gelb-braune Afrikatarnung. Diese Fahrzeuge dienten in den ersten Wochen Rommel dazu, das Blatt in Afrika zu wenden und große Erfolge, trotz technischer Unterlegenheit, zu erzielen.

Die andere Version, bei der die Abziehbilder versetzt sind, ist nun in afrikabraun und gehört dem Panzerregiment 8 der 15. Panzerdivision an. Dort muss das Fahrzeug von 1941 bis 1942 im Einsatz gewesen sein, unter anderem bei Sidi Rezegh 1941. Beide Versionen sind gut und passend zum Diorama.

Revell - PzKpfw II Ausf. F

Die Bauanleitung...

... ist schwarz-weiß und beginnt mit einem kleinen Einführungstext zum Modell. Es folgen Sicherheitshinweise und Farbangaben, bei dem nur die Revellfarben angegeben sind. In elf Schritten entsteht dann der leichte Panzer, weitere vier Schritte zeigen den Bau des Dioramas und der Figuren. Die letzten Baustufen zeigen die Dekoration der beiden Versionen.

PzKpfw II Ausf. FPzKpfw II Ausf. FPzKpfw II Ausf. F
PzKpfw II Ausf. FPzKpfw II Ausf. F

PzKpfw II Ausf. F

 

Darstellbare Fahrzeuge:
  • Pz. Kpfw. II. Ausf. F, Panzerregiment 8, 15. Panzerdivision, DAK, Nordafrika 1941 bis 1942
  • Pz. Kpfw. II Ausf. F, Panzerregiment 5, 5. Leichte Division, DAK, Tripolis, Frühjahr 1941
Stärken:
  • für das Alter sehr gute Details
  • schönes Diorama und Bemalungsoptionen
Schwächen:
  • am Modell keine ersichtlichen
  • Gummiketten
  • Versatz einiger Abziehbilder
Anwendung:

Für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet

Fazit:

Der Bausatz ist wieder sehr gut gemacht. Ich mag ja diese alten Matchbox Panzerbausätze. Dieser hier gefällt mir besonders, bereits vor einigen Jahren habe ich diesen Panzer gebaut und mich nun für ein zweites Mal entschieden. Für einen geringen Preis bekommt man ein kleines, aber schönes Modell für zwischendurch, zumal der Panzer II oft vernachlässigt wird zwischen all den Panthern und Tigern.

Diese Besprechung stammt von Andy Hartung - 18. Juni 2019

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